ans Meer,  in den Norden

Schweden – Smaland

Das Paddelparadies! Im Norden soll es ja am schönsten sein, ich bleibe immer gleich in Smaland hängen, weil man dort sofort lospaddeln kann. In den ganzen Seengebieten gibt es für Paddler Wasserwanderrastplätze, die über Plumpsklo, Holz und eine oder mehrere Feuerstellen verfügen. Man kauft auf den normalen Campingplätzen eine Art Coupon und wirft diese auf dem jeweiligen Platz in einen Briefkasten – also ähnl. wie in manchen Nationalparks in Amerika. Manchmal kommt auch eine Art Ranger vorbei und kassiert direkt (ein paar Euro pro Nacht). Vor Ort gibt es auch sehr gute Karten für das jeweilige Seengebiet. Und Angelkarten kaufen, es gibt Hechte!
Und NEIN, es gibt nicht mehr Mücken als sagen wir mal in Mecklenburg. Und sollten abends doch welche rumschwirren, einfach Lagerfeuer anmachen.

Asnen-Region
Der Campingplatz auf der Halbinsel Getnö Gard ist von Deutschen überlaufen, aber als Anlaufpunkt (wir sind dort zum Frischmilch holen gepaddelt) gar nicht so schlecht. Wer die Gegend per Fahrrad erkunden will, sollte auf der Halbinsel Sirkön die Gärtnerei Kurrebo besuchen, neben Saatgut gibt es ein nettes Cafe und ein B&B. Empfehlenswert ist ein Stück weiter der Zeltplatz Mjöllknabben. Hier könnt ihr auch Kanus mieten, natürlich die typischen schwedischen Alu-Boote.

Westlich vom Asnen könnt ihr auch auf dem Ronnebyån paddeln, einem Fluß, der an Korrö vorbeifließt, ein Mix aus Kunsthandwerkerdorf, Vandrarhem und Paddelstation.

Immeln-Region
Viele starten in Olofström, aber ich bevorzuge die Kanustation von Immeln am anderen Ende. Man erreicht in ein bis drei Stunden schöne kleine Inseln zum Übernachten. Südlich vom Immelnsee liegt der Ivösjön. Und in diesem See liegt ein eine Insel – erreichbar mit einer wie so oft kostenlosen Autofähre – mit einem Zeltplatz (war mir zu voll im Juli) sowie einem alten Kalksteinbruch, wo man auf Fossiliensuche gehen kann. Für Kulturinteressierte: Am See befindet sich Schloß Bäckaskog

Fegen-Region (Halland)
Starten könntet ihr bei Kalvscamping am Kalvsjön, die Besitzer vermieten auch Kanus. Von hier kann man das Seengebiet über eine große Runde abklappern. Kaffee und Waffeln gefällig? Dann am Vandrarhem Backa Loge direkt am Fegensee einen Stopp einlegen.
Östlich vom Fegensee liegt übrigens die Ortschaft Skeppshult, wer also schon immer mal eine Pfanne fürs Leben kaufen wollte, sollte beim Fabriksverkauf der gleichnamigen Firma anhalten.

Wer aber absolut keinen Menschen treffen will, muss schon an den großen Seen vorbei, also von Trelleborg noch sechs Stunden gen Norden. Aber die Schweden sind verdammt nett 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.